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152# Der Osterhase


… war da und hat einen Korb gepackt, randvoll mit S u P e r B I O, die nun an das Tibetische Zentrum e.V. in Hamburg gehen. Ein Glas haben wir dabei schon ausgelöffelt. Das ersetz ich morgen und dann geht der Korb auf nach Berne. Vielen Dank an alle, die in Hannover dabei waren und mit ihrem Kauf und Spende dies ermöglicht haben. Es war zauberhaft.

Ab nun fließen ein Zehntel der Einnahmen von Humanity Produkten an ein gemeinnütziges humanitäres Projekt. Ich habe lange nachgedacht, wer und wie ich es umsetzen kann. Und die Wahl fiel nach langem Beschnuppern auf das Tibetische Zentrum e.V. Seit meinem Entwicklungshilfe-Studium und dem Blick hinter die Kulissen von Hilfsprojekten bin ich vorsichtiger geworden. Man muss einen Ort und seine Macher kennen, um zu wissen, ob das Geld sinnvoll eingesetzt wird und Hilfe zur Selbsthilfe finanziert. Und nicht etwa nur die angestellten Landsleute. Den Status quo. Oder den Verwaltungsapparat. Das Reisen in die Ferne ist mir noch unmöglich. Und im ersten Jahr der Gründung sind die Einnahmen überschaubar. Dennoch möchte ich etwas geben, und so musste ich mich in Deutschland umschauen.

Ich bin schon länger Gast und nun auch Schüler im Tibetischen Zentrum in Hamburg. Dem Zeitgeist folgend, dass Meditation etwas bringen kann, bin ich zur kostenlosen Dientagsmeditation gegangen. Ich wollte leistungsfähiger werden. Meinem explosionsartig gestiegenen Anforderungen einfach gerecht werde können. Unter den scharfsinnigen Augen eines weisen Rinpoche haben wir also meditiert. Oder besser gesagt wurden in die verschiedenen Arten des Leidens, dem Gleichmut und der Atembetrachtung eingewiesen. Mit Verlaub, ich bin ein ganz meditationsscheuer Meditierender, aber darf nun nach einem Jahr feststellen, dass sich etwas verändert hat. Dass ich gelernt habe, mit mir glücklich zu sein und erfahren habe, dass man Glück wie aus dem nichts selber in sich entstehen lassen kann. Dass ich beginne meinen Geist zu bezähmen, und es nicht mehr so ernst nehme, wenn ich mal rot sehe. Die Leerheit der Dinge. Und dann ist da noch der Gleichmut. Man stelle sich abwechselnd ganz real eine nahestehende Person vor. Dann einen neutralen Menschen. Und zum Schluss seinen Feind. Ziel ist einen gewissen Gleichmut allen gegenüber zu entwickeln. Den einen nicht zu sehr zu achten, den in der Mitte überhaupt zu beachten und den Letzteren nicht zu missachten. Ein gleichmütiger Mensch liebt alle Menschen gleich. Und haftet an nichts an. Er hat ein offenes Herz. Eine gute Übung für die nächste Bahnfahrt. Und dann im nächsten Streit. Das schöne ist, dass diese Unterweisungen für alle zugänglich sind. Es gibt dort kein Dogma, keinen vorgeschriebenen Glauben. Der Fokus liegt ganz allein auf das spirituelle Wachstum jedes einzelnen – und die Gruppe bestärkt sich gegenseitig.

Ich kenne keinen weiteren Ort, an dem menschliche Werte bis ins Detail besprochen und geschult werden. Ich bin bisher keinem anderen Geistlichen begegnet, der mir treffsicher erklären konnte, was Faulheit ist, wie sie funktioniert und was sie mir bringt – oder eben nicht. Und ich kenne keinen besseren Ort für alle die, die noch nicht mit sich im Reinen sind und irgendwie besser weiterkommen wollen.

Ordinierte haben keinen Besitz. Sie dürfen kein Geld verdienen, obgleich sie in Deutschland auch Kosten haben, und sind auf Spenden angewiesen. Sie haben ihr Leben der Humanität verschrieben. Die Tibeter, ein altes Nomadenvolk, haben die Gewaltlosigkeit in die Welt gebracht. Gleichzeitig sind sie jedoch noch stark mit Milch und Käse, Wolle und Seide verbunden. Meine Gaben sollen sie inspirieren, den Mund mal etwas veganer zu nehmen und die Gewaltlosigkeit auch die Küche, das Bad, das Büro und das Putztheater auszudehnen. Ich hoffe sehr es gefällt. Befürchte aber – einatmen, ausatmen.

Da der Osterhase Kinder am liebsten hat, hat er nun viele vegane Ostereier  im Humanity Shop versteckt. Das ein oder andere besondere Geschenk für Mann und Frau und einen lieben Gruß wird die Tage folgen. Hallo Frühling! Wir gehen’s vegan an. Freut Euch auf morgen, da seht ihr das Osternest. Nur solange der Vorrat reicht;)

Eure Sandra

18/03/2018